Australien und seine Opalminen

 Maralah

Das Leben der Opalminer in Australien ist Mittelpunkt eines Dia- und Filmvortrages von Attila Pereghy. Zahlreiche Besucher verfolgten fasziniert die Ausführungen des Deutsch-Australiers, der über Opale, das Land ihrer Herkunft und über die mühsame Suche nach diesen Kleinoden erzählte.

"Farbenprächtig, wertvoll, aber auch gefährlich" so kann man die Welt der Opale beschreiben, berichtet Pereghy den lauschenden Zuschauern. Er weiß, wovon er spricht: Seit 30 Jahren ist der Wahl-Australier der Faszination Opale "regelrecht verfallen" wie er sagt, und: "Die Suche nach den Schätzen in der harten roten Erde ist zehrende Arbeit, aber bei einem schönen Fund klopft das Herz vor Freude."

Spannende Bilder aus dem Leben der australischen Opalminer sind zu sehen: Der Einstieg unter Tage in 25 Meter Tiefe zu den Boulderopalminen in Queensland. Die Suche mit Spitzhacke, Hammer und Meißel. Der Staub, die Dunkelheit und die Entbehrungen. Das Glück über einen Fund und die Freude der Männer. Um einen Opal zu finden, braucht man gar nicht lange suchen, berichtetet Pereghy auf mitreißende Art: "Kleine Opalstücke und Saphire finden sich immer." Selbst außergewöhnliche Funde wie der Boulderopal mit seinen 165 000 Karat oder der 120 Millionen Jahre alte opalisierte Dinosaurierwirbel kommen auch im 21. Jahrhundert noch vor.

Der in Mainz aufgewachsene und in Niederbayern lebende Ungar ist nicht der erste seiner Familie, den das Opalfieber gepackt hat. Heute hat die Familie in Australien eigene Opalminen. Die Faszination Opale lässt Attila Pereghy nicht mehr los. Er pendelt regelmäßig zwischen den Kontinenten hin und her und nimmt seit Neuestem Opal- und Mineralienliebhaber mit: "Der Reiz in 25 Meter Tiefe einen wunderschönen Opal zu finden ist unbeschreibliches Glück. Diese Freude möchte ich weitergeben." So sucht der Opalminer aus Niederbayern mit Gleichgesinnten das Minengebiet bei Lightning Ridge, die Schwarzopalminen in New South Wales und die Boulderopalminen in Queensland auf. Zu sehen bekommen sie das Leben in den Minen und die bunte Welt der Opale. Die Frage "Wie lebt man hier?" ist schnell beantwortet: Wellblechhütten, ein alter Caravan und andere notdürftige Bauten inmitten von hohen weißen Erdhügeln machen deutlich, dass das Leben einfach und hart ist – eine Basis für Abenteurer.


Im letzten australischen Winter war Pereghy wieder auf Tour, diesmal mit einer Gruppe aus Deutschland. Die Schatzsucher begaben sich auf abenteuerliche Tour quer durch das Outback und erlebten Australien auf ganz andere Art, als gemeinhin gewohnt. Unterwegs war die Gruppe auf den Spuren der Goldgräber und Edelsteinschürfer. Die 14 Frauen und Männer suchten und fanden legendäre Opal-, Gold- und Saphirminen, bestaunten riesige Höhlen und lernten Land und Leute kennen. Die Deutschen sahen das echte, unverfälschte Australien, schlossen Freundschaften mit "Minern" und den Farmern des roten Kontinents. In 20 Tagen sahen die Fremden aus Europa auf mehr als 4000 Kilometern die vielen Gesichter des Landes. Pulsierende Großstadt Sydney, einsame Wüste, lebendiger Dschungel, unendlich weite Landschaften mit riesigen Flüssen, Seen und den Ozean mit seinen Buckelwalen – dies war das Australien, ganz anders wie in den Reiseführen.

Pereghy weiß wie kein anderer, welch magische Anziehungskraft die Schätze aus Australiens roter Erde auf die Menschen seit Jahrhunderten ausüben. Tausende Glücksritter zog es noch vor 50 Jahren in die unwirtliche Wildnis des Outbacks, um Gold, Opale und Saphire zu suchen. Auch die Gruppe in seiner Begleitung versuchte ihr Glück auf Feldern und in Minen. Ausgerüstet mit Helm, Pickel und robuster Kleidung schürften sie wie die Altvorderen nach kostbaren Steinen. Und wurden fündig. In den Minen von Inverell, Glenn Innes fanden die Deutschen Saphire und in "Lightning Ridge" schwarze Opale. Auch wenn keiner von Ihnen einen "großen Brocken" nach Hause nehmen konnte, zumindest ein kleines Stück Opal war immer drin.

Neben den glitzernden Kostbarkeiten entdeckten die Besucher aus Germany noch viel mehr in diesem riesigen Land. Wie etwa der heiße (Thermal)See, der so groß ist wie Deutschland. Oder Geschichten über das Leben der Aborigines. Ein Ureinwohner erzählte der Gruppe auf eindrucksvolle Weise Tatsachenberichte wie die der "Licence to kill". Die "Lizenz zum Töten", bekannt aus den James Bond Filmen – hier hat es sie tatsächlich gegeben: "Jeder Farmer hatte damit das Recht, die Eingeborenen abzuschießen" berichtet der Aborigine den mit leichtem gruseln lauschenden Fremden aus Deutschland. Neben Historischem ist auch ein wenig "Naturkunde" dabei. In Dubbo, der Kornkammer Australien, erzählte ein Farmer den Deutschen alles über heimische Tiere und Pflanzen. Und die handwerklich Begabten unter Ihnen konnten bei dieser Gelegenheit auch gleich ihren eigenen Bumerang herstellen – unter fachkundiger Anleitung eines Ureinwohners.

Eine Mitreisende formulierte ihre Gefühle auf dieser außergewöhnlichen Reise so: "Seitdem ich mein Herz an Opale verlor, weiß ich, dass jeder Traum irgendwann in irgendeiner Form in Erfüllung geht, wenn man nur fest genug daran glaubt. Mit "meinen" Opalen habe ich ein Stück vom Regenbogen erwischt!"

 

 

Kontaktdaten:
Attila Pereghy • Unteres Öd 2 • 94439 Rossbach
Tel.: +49 (0) 8547 7480 • Mobil: +49 (0) 171 7218138 • Email: info@pereghy.de